Klasse Sache: Der Tischräucherofen im Handgepäck

Waren es in Thüringen die Bachforellen, in Norwegen die Makrelen, in Irland die Aale oder an der Ostsee die Wittlinge und Heringe, immer war das Räuchern mit dem Tischräucherofen eine kulinarische Bereicherung und oft der Abschluss eines erfolgreichen Angeltages, gemeinsam begangen mit Freunden, Kunden oder der Familie. Selbst zu Hause auf dem Balkon, alles kein Problem und keinerlei Belästigung des Nachbarn, versprochen!

Ja, ich gestehe, ich habe ihn liebgewonnen und möchte ihn nicht mehr missen. Räucher-Profis werden jetzt sagen, das ist ja gar kein richtiges Räuchern. Denen halte ich entgegen, völlig simpel, günstig, praktisch und flexibel, vom Preis-Leistungsverhältnis her unschlagbar und von jedem Laien durchführbar, ohne Räucherbücher zu studieren oder Räucher-Seminare zu besuchen! Und ein Grundstück zur Aufstellung des Räucherofens brauche ich auch nicht!

Nicht nur Makrelen schmecken geräuchert hervorragend.

Eigentlich müsste jeder Angler, der Räucherfisch mag, ein solches Utensil, oft nur zwischen 20 und 50 Euro in der Anschaffung kostend, sein persönliches Eigentum nennen. Ganz ohne ein paar Erläuterungen und Tipps geht es aber auch hier nicht ,und ich möchte mit diesem Artikel dem Leser helfen seine eigene Experimentierzeit ein wenig abzukürzen. Letztendlich muss aber jeder selber seine ganz eigenen Erfahrungen sammeln und mit seinen persönlichen Vorlieben in Einklang bringen.

Der Zusammenbau des Räucherofens, sofern nicht bereits im Shop zusammengebaut, ist eigentlich selbst-erklärend, aber eine Beschreibung liegt immer mit bei. Als Räuchermehl empfehle ich zu Beginn Buchen- oder Erlenräuchermehl mit oder ohne Wacholderbeeren. In die Mulde oder Senke des Räucherofenbodens verteile ich nun eine kleine Tasse voll dieses Mehles, drücke es leicht mit dem Handrücken an. Darauf stelle ich das Tropfblech, damit kein Fett auf das Mehl tropft. Dann wird das Gitter eingebracht und die Fische draufgelegt. Einige Angler nutzen hier auch Silicon-Grillmatten mit Gitter, damit die fertig geräucherten Fische besser abnehmbar sind.  Bitte nicht zu eng legen und nicht zu viele Fische nehmen! Dann lieber zweimal hintereinander räuchern.

In allen Angeljoe-Filialen gibt es die praktischen Tischräucheröfen – schaut mal rein!

Die Fische werden vorher, am besten über Nacht, in eine Lake eingelegt, die der Laie fix und fertig gemixt im Fachhandel käuflich erwerben kann.  Wenn ich den Fisch aus der Lake entnehme, spüle ich ihn kurz unter kaltem Wasser ab und trockne ihn mit Krepp-Papier. Besser wäre es noch, die Fische auf eine Wäscheleine an der Luft zu trocknen. Alternativ kann der Fisch mit Salz auch „trocken“ eingelegt werden. Hier nimmt man als Faustregel die doppelte Menge wie beim üblichen Würzen. In dem Fall kann man auch in die Buchenspäne noch Räucherkräuter dazu geben.

Nachdem der Deckel verschlossen wurde, gebe ich in die beiliegenden regulierbaren Spiritusbrenner Brennspiritus oder Brennpaste. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass beim Einsatz von Brennspiritus die Fische dunkler im Ergebnis werden, nutze jetzt fast immer Brennpaste, damit die Farbe der geräucherten Fische besser zur Geltung kommt. In der Mitte des Deckels, neben dem Deckelknauf, befindet sich ein kleiner Schieber, mit dem man ein Loch öffnen und verschließen kann. Bitte zu Beginn offenlassen. Nach ein paar Minuten fängt es aus dem Loch an leicht zu qualmen. Die Feuchtigkeit kann so entweichen. Steigt kein Dampf mehr hoch, das Loch bitte wieder verschließen.

Nun dauert es je nach Fischart und -menge, ca. 20 bis 30 Minuten, bis der Fisch gar ist. Du erkennst es daran, wenn Du an der Rückenflosse leicht zupfst und diese dann dabei leicht abgeht (immer mal prüfen). Jetzt sind auch die Brenner oft leer oder, falls mal zu stark befüllt, kann mit den dazugehörigen Deckeln das Feuer gelöscht werden. Der Fisch ist nun bereits essbar, sollte aber noch weitere 20 bis 30 Minuten im Rauch liegen. Hier hilft nur das Experiment. Den Tischräucherofen bitte auf einen feuerfesten Untergrund stellen. Bei zu starkem Wind einen Windschutz bauen oder besser den Tischräucherofen gleich windgeschützt hinstellen.

Nur die völlig erkalteten oder mit Wasser gelöschten Späne-Reste entsorgen. Ich säubere prinzipiell den Tischräucherofen nach jedem Räuchergang, ob es notwendig ist, sollte jeder selber für sich entscheiden. Wer bereits einen Tischräucherofen erfolgreich in Benutzung hat, wird vielleicht jetzt ein wenig enttäuscht sein, nichts Neues erfahren zu haben. Aber ich sagte ja eingangs, völlig simpel! Und ergänzend möchte ich sagen: Das Ergebnis spricht für sich, genial und lecker!!! Na dann viel Spaß beim Räuchern und guten Appetit…

Tischräucheröfen gibt es  natürlich in jeder Angeljoe-Filiale – passende Beratung gleich mit dabei. Schaut doch mal vorbei!      

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