Der Peenestrom im Februar

Letzte Attacke vor der Schonzeit

Der Peenestrom

Der Peenestrom trennt die Insel Usedom vom Deutschen Festland und genau hier wollten Daniel und ich nochmal nach den Raubfischen sehen, bevor die Schonzeit einsetzt. Geplant war der Trip eigentlich eine Woche zuvor, jedoch erlaubte uns eine dicke Eisschicht in den Häfen keine Ausfahrt. Also wurde der Angeltrip nochmal um eine Woche verschoben und so starteten wir am Dienstagmorgen in aller Frühe in Richtung Küste zum Peenestrom. Bei unserer Ankunft sahen wir, dass der Hafen nach wie vor von einer harten Eisschicht bedeckt ist. Dazu lag eine leichte Nebeldecke über dem Land und Raureif blitzte über den noch gefrorenen Boden. Ein herrlicher Anblick! Lediglich die Hafenausfahrt Richtung Peenestrom war frei von Eis und unser Boot stand dort bereit. Der Hecht sollte das Ziel unserer Begierde sein. Wir fischten einige Spots intensiv mit allem ab, was die Köderboxen hergaben aber es tat sich reichlich wenig. Als dann auch noch die Meldung der ansässigen Guides zeigte, dass die Hechte im Moment alles andere als beißfreudig sind, beschlossen wir den Abend einem anderen Zielfisch zu widmen.Nachdem wir zwei Spots erfolglos befischten, brachte der dritte gleich beim ersten Wurf einen schönen Biss. Nach kurzem, knackigem Drill kam ein stattlicher Barsch zum Vorschein. Weitere Würfe wurden jedoch maximal mit leichten Anfassern belohnt.

Barsch vom Peenestrom
Barsch und Zander vom Peenestrom
Barsch vom Peenestrom

Der Fisch war aber am Start und so wurde mit Ködern und Techniken experimentiert. Der Schlüssel zum Erfolg war im Endeffekt ein deutlich überbleites Texas-Rig mit langen Gummiwürmern, welches im Ultra-Zeitlupentempo mit der Strömung über den Grund geschliffen wurde. Ab diesem Moment erlebten wir hier am Peenestrom ein Barschangeln der Extraklasse. Wirklich jeder Wurf brachte Bisse und wir konnten etliche gute Barsche fangen. Bis in die Dämmerung hinein landete Barsch auf Barsch in unseren Händen. Die Durchschnittsgröße lang bei 30-40cm und die Strombarsche zeigten sich gewohnt kampfstark.

Am nächsten Tag brauchten wir ein wenig Zeit um die Barsche erneut zu lokalisieren. Als wir sie dann fanden, schien es zunächst genau wie am Vortag weiterzugehen. Die ersten zehn Barsche waren schnell im Boot. Dann aber wurde das Beißen schnell weniger. Nur noch sehr vereinzelt konnten wir weitere Barsche fangen. Oft brachten Spotwechsel nur nach den ersten paar Würfen Fische. Gegen Mittag kam noch ein Freund zum Peenestrom, der anhand der Fangmeldung am Vortag spontan anreiste. Er stieg zu uns ins Boot und wir fischten erneut ein paar Stellen mit mäßigem Erfolg ab. Der frühe Nachmittag brachte die Wendung. Die Fische wurden wieder aktiver und so konnten wir bis zur Dämmerung nochmal ein schönes, erfolgreiches Angeln erleben. Auch waren wieder tolle Größen dabei und hin und wieder schnappten sich zur Abwechslung ein paar Zander unsere Gummiwürmer. Alles in allem war es ein schöner Kurztrip mit vielen tollen Fischen. Die Hechte werden dann wieder beim nächsten Ausflug an die erste Stelle gesetzt.

Barsch aus dem Peenestrom

Schöner Barschmoppel aus der Peene

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Kommentare

Stefan
17.03.2014 um 19:38:34

Yeah, geile Fische. Auch wenn ihr eigentlich Hechte wolltet. Aber solche Prachtkirschen entschädigen ja wohl für alles. Peene steht bei mir dieses Jahr auch noch auf dem Plan ich bin schon gespannt. Tight Lines


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