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  • Gustav Gunson: Hey, danke für den Ausführlichen Bericht! Schade das grad Winter ist, sonst würd ich gleich morgen...
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  • Ben: Ja sehr nett, aber irgendwie fehlt die Hose oder? :-/
 

Das Angeln mit dem Drop-Shot Rig..

21. Januar 2010

Das Angeln mit dem Drop-Shot Rig..

In den letzten Jahren hat sich eine, aus den den USA “importierte” Angeltechnik auch auf dem Europäischen Markt durchgesetzt – das Angeln mit dem Drop-Shot Rig. Der Grund dafür ist einfach: Es gibt kaum eine Angelart die einfacher zu handhaben ist, und dabei so außergewöhnlich fängig!

Um auch wirklich zum gewünschten Erfolg zu kommen muss man die Hintergründe dieser Technik verstehen und anwenden. Der größte Vorteil dieses Rigs setzt sich aus zwei Eigenschaften zusammen, dem stationären Angeln auf einer verheißungsvollen Stelle des Gewässers und dem unbeschwerten Köder, der spielend leicht von den Räubern eingesaugt werden kann, ohne dass ein Verdacht geschöpft wird.

Im folgenden werde ich ein wenig über die Köder, die Hardware (das verwendete Material) und über die Führungsarten schreiben.

Den Anfang macht die Hardware:

Rute: Seit dem Siegeszug des Drop-Shot Angelns haben viele Hersteller ihr Sortiment um spezielle Drop-Shot Ruten erweitert. Wenn man sich diese Ruten dann mal genauer ansieht, fällt auf, dass sie alle eine Gemeinsamkeit aufweisen: eine weiche Spitze und nach hinten raus ein enormes Rückgrat. Diese Eigenschaften sind für die Führung essenziell. Das hohe Rückgrat ist wichtig um zum Einen auch großen Fischen im Drill den Weg an die Wasseroberfläche zu weisen, und zum Anderen um die doch schon schwereren, eingesetzten Bleigewichte gut werfen zu können. Die weiche Spitze ist für die Führung und den Anbiss wichtig. Der Köder lässt sich verführerisch auf der Stelle anzupfen, ohne das Drop-Shot Blei von der Stelle zu bewegen. Beim Anbiss gibt die Spitze nach, was den Zug vom Köder nimmt und somit dem Fisch keinen bzw. nur minimalen Wiederstand bietet und ein Ausspucken des Köders verhindert. Ob Stationärruten oder Baitcastingruten eingesetzt werden ist dem Angler überlassen, da mit beiden Varianten gute Ergebnisse erzielt werden können. Bei einigen Modellen wurden die Rutenspitzen zusätzlich in Signalfarben eingefärbt um ein besseres Beobachten der Spitze zu ermöglichen.

Die Rutenlängen kann man grob in zwei Bereiche einteilen: Ufer- und Bootsruten. Die Uferruten sind länger gehalten (2,4m-2,7m) um auch auf Distanz einen möglichst großen Winkel zu behalten, damit der Köder auch wirklich vom Grund absteht und sich immernoch gut führen lässt. Die Bootsruten sind meist sehr kurz (1,8m – 2,1m), da der Köder nicht auf Distanz sondern meistens in unmittelbarer Nähe des Bootes angeboten wird. Das garantiert den optimalen Winkel beim Angeln mit dieser Technik.

Rolle: Die verwendete Angelrolle spielt eine untergeordnete Rolle. Hier sind die ganz normalen Vorraussetzungen wie z.B. eine ruckelfreie Bremse und eine gute Schnurverlegung zu beachten. Als Rollengröße werden vornehmlich kleinere Modelle eingesetzt (1000er – 2500er-Größen), da keine enorme Schnurfassung von Nöten ist und diese Größen ein geringes Gewicht aufweisen, was ein langes und ermüdungsfreies Angeln ermöglicht.

Schnur: Auch hier hat der Angler einige Möglichkeiten zur Auswahl. “Klassisch” wird von den Raubfischprofis rund um den Globus meist eine Hauptschnur aus Flourocarbon verwendet. Aber auch mit normaler monofiler Schnur kann das Drop-Shot Rig erfolgreich gefischt werden. Beim Fischen mit geflochtenen Hauptschnüren muss zusätzlich ein Vorfach aus Flourocarbon verwendet werden, damit diese Technik funktionert.

Haken: Je nach Ködergröße/ Köderart und der Begebenheiten am Gewässergrund kommen entweder kleinere Einzelhaken (sogenannte Finesse-Haken) oder Widegap bzw. Offset-Haken zum Einsatz. Befinden sich viele Hindernisse oder Wasserpflanzen am Angelplatz sollte man sich für die letzteren Haken entscheiden. Widegap-Hooks ermöglichen ein nahezu Hänger- und Krautfreies Fischen, da die Hakenspitze im Köder versenkt bzw. am Köder anliegend ist. In hängerfreiem Terain oder bei der Benutzung von von kleinen Ködern werden Finesse-Haken verwendet. Der Köder wird per Lippenköderung auf dem Haken fixiert und ist hierdurch unglaublich beweglich. Bei längeren Haken kann es geschehen, dass der Köder zu weit “geschient” ist und einiges seiner Eigenbewegung einbüßen muss. Ein weiterer Vorteil der Finesse-Haken besteht darin, dass er zu 99% direkt vorne im Fischmaul greift, was ein problemloses Zurücksetzen von Beifängen oder untermaßigen Fischen ermöglicht. Die Befestigung der Haken auf dem Vorfach findet mit Hilfe des Palomar-Knoten statt. Somit steht der Haken im 90°-Winkel von der Schnur ab.

Als Köder eignen sich diverse Gummifische, Gummikrebse, Creaturebaits, No- und Low-Action-Shads und Naturköder wie Köderfische oder Tauwürmer.  Im Stillwasser haben sich sehr weiche Gummimischungen bewährt, im Fließwasser haben wir keine Unterschiede feststellen können.

Soviel zur verwendeten Hardware. Bei der Köderführung gibt es diverse Stile, die allesamt in der jeweiligen Situation Fängigkeit beweisen.

Im Winter ist das langsame, punktuelle Fischen fast unschlagbar, da die Fische konzentriert und träge auf den einschlägig bekannten Winterspots stehen. Da der Köder bei dieser langsamen Führung extrem lange in der interessanten Zone, im Blickfeld der Räuber schwebt, gibt es für die Winterangelei kaum eine bessere Methode.

Im Frühjar, Sommer und Herbst kommen die aktiveren Führungsstile zum Einsatz, bei denen das Rig auch gerne mal einfach gejiggt, eingeleiert oder sehr zackig geführt werden kann. Die Ködergröße wird den aktuellen Futterfischgrößen angepasst und wird zum Herbst/Winter hin immer größer. Im Frühjahr und Sommer sind Köder von 3-10cm die erste Wahl.

Bisserkennung und Anhieb

Die Bisse sind an dem richtigen Gerät nicht zu übersehen / zu verpassen. Es kann ein richtiger Einschlag sein, wie er häufig beim Jiggen mit Gummifischen vorkommt, es kann aber auch einfach ein Festhalten oder ein seitliches Wegziehen der Köder sein. In jedem Fall sollte auf einen sofortigen Anhieb verzichtet werden!! Durch sofortiges Anschlagen erhöht sich die Fehlbissquote um ein Vielfaches! Bei einem Biss wird die Rutenspitze gesenkt um die Spannung aus der Schnur zu nehmen und dem Raubfisch das komplette Einsaugen des Köders, ohne einen Wiederstand zu merken, zu ermöglichen. Dann wartet man einfach bis sich die Schnur erneut streckt um dann die Rutenspitze zu heben und gleichzeitig die Schnur einzukurbeln. Das ist der Moment, wenn der Fisch das erste Mal einen Wiederstand merkt – jetzt ist das Misstrauen aber nicht mehr gegen den Angler sondern gegen die vermeintlich entkommende Beute gerichtet. Auch wenn der Köder bis zu diesem Moment noch nicht bis zum Haken genommen wurde, wird spätestens jetzt nachgefasst. Die Qualitätshaken übernehmen den Rest und Haken den Fisch zuverlässig! Es ist absolut nicht einfach diesen jahrelang antrainierten Reflex, den kleinsten Zupfer mit einem kräftigen Anhieb zu quitieren zu unterdrücken aber nach etwas Übung bekommt man es hin – dann liegt die Fehlbissquote bei annähernd NULL!

Ich hoffe ihr konntet hier etwas mitnehmen und die Tips erfolgreich umsetzen. Tight Lines, Leo!

Da es häufig Fragen zum verwendeten Gerät gibt, haben wir beschlossen ein hochwertiges Drop-Shot Starter-Kit zusammenzustellen, welches den Einstieg in diese unglaublich fängige Angelei stark vereinfacht.

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Eine Antwort zu “Das Angeln mit dem Drop-Shot Rig..”

  1. Gustav Gunson

    Hey, danke für den Ausführlichen Bericht!
    Schade das grad Winter ist, sonst würd ich gleich morgen losziehen ;) .. Naja, der Frühling kommt. Danke & Gruß

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