Angeln ohne Angelschein, geht das überhaupt?

Jonas mit Barsch

Ohne Angelschein bleiben einem solche Traumfänge verwehrt

Diese oder ähnlich gestellte Fragen erreichen uns oft in unseren Angeljoe Filialen. Der Grund dafür ist simpel: In Deutschland ist es vielerorts nicht gerade einfach, einen Einstieg in die Faszination Angeln zu bekommen und da suchen die geneigten Anfänger oftmals nach Möglichkeiten auch ohne aufwändige Lehrgänge, Prüfungen und dann diversen erforderlichen Angelscheinen die Würmer baden zu dürfen. Gerade jungen Menschen wird das Angeln nicht leicht gemacht, was vor dem Hintergrund der ewigen Forderung nach sinnvoller Freizeitbeschäftigung umso trauriger ist.

Der Regelfall in Deutschland sieht dann auch in etwa so aus:

Ein Mensch begeistert sich durch Erfahrungen im Urlaub, wo der Zugang zu einem Angelschein oftmals wesentlich einfacher ist, durch Schilderungen von Freunden, durch Angelberichte in Fachmedien oder ähnlichen Gründen für das Angeln und würde einfach gerne mal testen, ob diese packende Freizeitgestaltung etwas für ihn sein könnte. Daraufhin muss er sich für einen Lehrgang oder zumindest zur Prüfung zum Fischereischein anmelden. Die Prüfung gliedert sich in unterschiedliche Themenblöcke und besteht aus Fragen, wofür die richtigen Antworten aus Lösungsvorschlägen angekreuzt werden müssen – vergleichbar mit der Theorieprüfung für den Führerschein. Nach erfolgreicher Prüfung erhält der nun geprüfte Flossenjäger einen Fischereischein – natürlich gegen Gebühr. Je nach Bundesland sind die Kosten hierfür unterschiedlich und es können ggf. noch jährlich zu entrichtende Abgabemarken dazu kommen. Auch schwankt die Gesamtgültigkeit des Scheins und er muss je nach Bundesland beispielsweise alle fünf Jahre verlängert werden.

Mit diesem gültigen Fischereichschein kann der hoffentlich immer noch begeisterte Petrijünger nun einen Angelschein (auch Angelkarte genannt) für das Wunschgewässer seiner Wahl erwerben, wobei die Preise sehr unterschiedlich sind. Vorteilhaft kann die Mitgliedschaft in einem der großen Angelverbände sein, da diese über mehrere Gewässer verfügen, die dann meist alle befischt werden können. Bei den Angelscheinen unterscheidet man wiederum zwischen Karten, die nur zum Friedfischfang berechtigen oder jenen, die zum Raub- und Friedfischfang dienen. Sonderkarten wie Nachtangel- oder Senkerlaubnisse können ebenfalls angeboten werden. Schließlich sind auch noch die Laufzeiten unterschiedlich. In der Regel kann zwischen Tages-, Monats- und Jahreskarten gewählt werden.

Mit diesem Berg von Karten, ggf. Fangbüchern und bestenfalls einem gültigen Fischereigesetz bewaffnet darf der unverdrossene Angelfan dann erstmals die Rute schwingen und einen legalen Angelversuch starten.

Die Antwort auf die Frage „Angeln ohne Angelschein, geht das überhaupt?“ muss natürlich folgerichtig immer lauten, dass ein Angeln ohne entsprechende Berechtigung in Deutschland generell verboten ist, allerdings – und das ist die gute Nachricht – sind inzwischen in einigen Bundesländern die Bestimmungen gelockert worden und es ist möglich, auch ohne Lehrgang und Prüfung zumindest einen eingeschränkten Fischereischein zu erwerben. Natürlich sollte sich dennoch jeder angehende Petrijünger zumindest ein wenig mit allen wichtigen Dingen insbesondere dem richtigen Umgang mit dem Lebewesen Fisch beschäftigen.

Beispielhaft sei hier die Situation für Brandenburg beschrieben. Hier ist es unterdessen ganz einfach: In ein gutes Angelgeschäft gehen – zum Beispiel natürlich zu uns nach Berlin oder Potsdam ;-) – und einen so genannten Friedfischfischereischein kaufen. Der kostet für Erwachsene 12 Euro und für Jugendliche sogar nur 2,50 Euro. Gleichzeitig den Angelschein für ein Gewässer in Brandenburg dazu kaufen – beispielsweise die Havel mit Nebengewässern für schlappe 10 Euro im Jahr – und schon kann man direkt durchstarten. Alles aus einer Hand direkt im Angelladen und ohne Lehrgänge und Prüfungen. Erlaubt ist damit das Angeln auf Friedfische, also mit Pose oder auf Grund mit Made, Mais, Teig, Würmern etc. Oder auch das Angeln auf Karpfen.

Petrijünger

In der Angeljoe Angelschule fangen auch die Kleinsten

Diese Regelungen machen einen Einstieg in die Faszination Angeln also wesentlich einfacher und nun gibt es natürlich auch für faule Väter keine Ausreden mehr :-). Wer jetzt immer noch nicht sicher ist, wie man am besten mit dem Angeln startet, der kann auch einfach unsere Angeljoe Angelschule besuchen wo wir den Einstieg so leicht wie möglich gestalten.

Sehr gerne beantworten wir auch alle Fragen rund um die erfolgreichste Angeltechnik und eine passende Gerätewahl.

In diesem Sinne allen erfolgreiche Fänge und tolle Erlebnisse am Wasser. Wir sehen uns.

Team Angeljoe

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Kommentare

Michael Fröhlich
17.06.2015 um 13:03:09

Hallo liebe Petrijünger,
ich suche Infos zum 3. Urban Fishing Contest am
05.09.2015. Habe aber keine Daten dazu gefunden
auf Eurer Seite? Wer kann mir hierzu etwas sagen?


martin heger
06.04.2016 um 12:20:28

hallo berlin,

ich hatte schon einmal angefragt, wo man gut auf karpfen in berlin fischen kann.
ich komme öfters im jahr nach berlin und fische dort.brassen und rotaugen habe ich schon
zur genüge gefangen,es fehlen die karpfen.wer kann mir tipps geben?
auch schleie ist interressant.
danke und petri heil ------ martin heger


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