Anfüttern beim Karpfenangeln

Strategie vor dem Ansitz

Liebe Flossenfreunde,

vor einigen Tagen hat mich dieser interessante Artikel von Heiko vom Team „angeln-alex“ erreicht und den will ich Euch nicht vorenthalten

Jeder erfahrene Angler weiß, dass Anfüttern vor dem Karpfenangeln den Fangerfolg drastisch verbessern kann. Mit der richtigen Strategie kann die Ausbeute an Karpfen verdoppelt oder teilweise auch verdreifacht werden. Beobachtungen haben gezeigt, dass Karpfen die Orte bei ihrer Futtersuche häufiger aufsuchen, an denen sie regelmäßig Futter vorfinden. Bietet der Angler den Karpfen an einer Stelle des Gewässers also über mehrere Tage hinweg Futter an, so wird dieser Platz von den Karpfen häufiger aufgesucht. Zudem suchen die Karpfen an diesem Platz dann länger und intensiver nach Futter, wovon der Angler am Angeltag profitieren kann. Im Folgenden möchten wie eine Strategie vorstellen, die uns schon häufig wahre Sternstunden beim Angeln auf Karpfen beschert hat.

Überlegungen vor dem Anfüttern

Bevor man ans Gewässer zieht und das Futter auswirft sollte man abklären, ob das Anfüttern überhaupt gestattet ist. An machen Gewässern ist das Anfüttern untersagt. Zudem sollte man auch die Futtermenge an die Gewässergröße und Eigenschaften anpassen. Sind 10 Kilogramm Futter für große Gewässer harmlos kann diese Menge bei sehr kleinen Seen das Wasser sehr stark belasten. Bei der Auswahl der Stelle, an der man die Karpfen anfüttern möchte, sollte man sehr sorgsam vorgehen. Stellen wie Plateaus oder Unterwasserberge sind sehr gut dazu geeignet. Sicherstellen sollte man auf jeden Fall das man eine Stelle wählt, deren Grund nicht dich mit Unterwasserpflanzen bewachsen ist. An solchen Stellen würde unser Futter zwischen den Pflanzen verschwinden. Zudem würde auch beim Angeln der Hakenköder zwischen den Pflanzen von den Karpfen nur sehr schlecht aufgefunden werden können. Stellen in der Nähe von Seerosenfeldern oder vor Schilfgürteln haben sich als erstklassige Stellen bewährt.

Das Anfüttern über mehrere Tage vor dem Angeln

Beim Anfüttern über sehr wenige Tage kann der Erfolg beim Angeln nur mäßig gesteigert werden. Das regelmäßige Anfüttern über einen sehr langen Zeitraum verursacht viel Aufwand und Futterkosten. Laut unseren Erfahrungen hat sich das Anfüttern über 4 aufeinanderfolgende Tage als gute Lösung erwießen. Wenn man das Anfüttern mit einem befreundeten Angler koordiniert lassen sich die Futterkosten deutlich senken oder der Zeitraum des Anfütterns verlängern. Im Folgenden geben wie einige Tipps welche den Anfänger beim Anfüttern unterstützen werden.

Tag 1:

Am ersten Tag müssen die Karpfen erstmal auf die Stelle aufmerksam werden, an der sie in den nächsten Tagen regelmäßig Futter vorfinden werden. Die beste Möglichkeit die Karpfen für diese Stelle zu interessieren sind Kleinfische anzulocken. An Stellen an denen sich sehr viele Kleinfische wie Rotaugen und Rotfedern tummeln dauert es meist nicht lange bis sich die Karpfen hier mit Interesse nach Nahrung umsehen. Wenn wie also die Kleinfische anlocken möchten müssen wie auch diesen Nahrung anbieten. Da diese jedoch die Nahrung und kurzer Zeit fressen und die Karpfen dann keine Nahrung mehr vorfinden würden müssen wie auch einen Bestandteil im Futter haben, den die Karpfen,
nicht aber die Kleinfische fressen können. Dazu kocht man 5 Kilogramm Hartmais sehr weich. Weitere 5 Kilogramm kocht man eher kurz das die Maiskörner noch hart bleiben und so von den Kleinfischen nicht gefressen werden können. Diese beiden Futter vermischt man dann miteinander und wirft sie auf einer Fläche von ungefähr 10 mal 15 Metern an der Angelstelle aus.

Tag 2:

Am zweiten Tag kocht man wieder 5 Kilogramm Hartmais das dieser recht hart bleibt und von den Kleinfischen nicht gefressen werden kann. Dazu micht man dann 5 Kilogramm Frolic oder Boilies hinzu. Wir verwenden am Tag 2 Frolic, da diese um einiges günstiger als Boilies sind. Jedoch lößen sie sich auch schneller auf. Wir sind davon überzeugt das die Lockwirkung durch das Auflößen höher ist als bei den meisten Boilies. Beim Auswerfen sollte man wieder die selbe Fläche wie am Vortag bestücken.

Tag 3:

Am dritten Tag mischen wir wieder 5 Kilogramm Frolic mit 2-3 Kilogramm Boilies. Dabei wird wieder eine Fläche von 10 mal 15 Metern bestückt. Dabei sollte man unbedingt die Boiliesorte verwenden, die man beim Angeln auch als Hakenköder anbietet.

Tag 4:

Am vierten Tag verwendet man 5 Kilogramm Boilies, die man auf einer etwas kleineren Fläche von 5 mal 10 Metern ausbringt. Dadurch zieht man die Karpfen an einer Stelle etwas zusammen und bringt beim Angeln dort die Köder aus.

Tag 5:

Am Tag 5 beginnt man mit dem Angeln. Man bietet die Hakenköder direkt an der Futterstelle an. An diesem Tag wird nur sehr sparsam gefüttert. Maximal ein Kilo Boilies in der Nähe der Hakenköder sind angebracht. Nach jedem Biss werden 4-5 weitere Boilies an die Angelstelle geworfen.

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Kommentare

Thomas
19.09.2018 um 21:19:18

Danke für den artikel. 4 tage füttern war perfekt für einen schönen karpfen mit 1m länge! Hab von der menge her aber weniger genommen. Lg, tom


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